India calling!

India calling!

Mit handgearbeiteten Einzelstücken sichern sich Kunsthandwerkerinnen aus Indien eine Existenzgrundlage – dank einer Sozialpartnerschaft mit IKEA. Designerin Sarah Fager erzählt, weshalb diese ungewöhnliche Zusammenarbeit auch für sie sehr bereichernd ist, und wie daraus die neue Kollektion KRYDDAD entstand.

«Was mich an dieser Zusammenarbeit am meisten begeistert, ist die Tatsache, dass wir dazu beitragen können, eine positive Veränderung im Leben der Menschen zu bewirken», erzählt Sarah Fager, die bereits seit zehn Jahren als Designerin für IKEA arbeitet. Mit der «Social Entrepreneurs Initiative» unterstützt das Unternehmen seit 2012 ausgesuchte lokale Betriebe rund um den Globus. Dazu zählen auch Sozialunternehmen in Indien, die Frauen aus ländlichen Regionen beschäftigen. Mit KRYDDAD gelangt im Rahmen dieser Initiative nun eine handgearbeitete indische Kollektion in den Schweizer Handel.

Designerin Sarah Fager vor einem indischen Geschäft

Sarah Fager in der Zusammenarbeit mit indischen Handwerkerinnen

Austausch vor Ort

Die Möbeldesignerin entwickelte die KRYDDAD Kollektion gemeinsam mit Kunsthandwerkerinnen der Sozialunternehmen Rangsutra und Industree Producer Transform. Durch die Partnerschaft mit IKEA erhalten die Betriebe Zugang zum weltweiten Markt, können ihre Aktivitäten ausbauen und schlussendlich soziale Veränderungen vorantreiben. Damit wird es für sie möglich, den angestellten Handwerkerinnen ein regelmässiges Einkommen und eine sichere Existenz zu garantieren. Das Projekt ist auch für Sarah Fager etwas sehr Besonderes: Im direkten Austausch mit den indischen Handwerkerinnen vor Ort konnte sie nicht nur ihre Erfahrung weitergeben, sondern auch von ihnen lernen.

Indische Handwerkerin am Webstuhl

Indische Handarbeiterinnen sitzen in bunten Kleidern auf einer Treppe

«Sie haben spezielle Fähigkeiten und beherrschen ein eigenes Handwerk, das wir weiter fördern möchten.» Als Designerin für IKEA ist sich Fager gewohnt, Modelle für den Massenverkauf zu entwerfen – ganze 200 Produkte hat sie bereits für das Unternehmen gestaltet. «Etwas zu entwerfen, das nur in einer kleinen Auflage produziert werden soll, inspiriert mich deshalb sehr», erklärt sie. Der Designerin schwebte eine Kollektion vor, die auf verschiedenen Grautönen aufbaut. Indem sie das spezifische Wissen der Handwerkerinnen mit ihren eigenen Ideen kombinierte, erschuf sie schliesslich KRYDDAD.

Kissen der KRYDDAD Kollektion, im Hintergrund ein indischer Tempel

Perspektiven schaffen

Sarah Fagers Vorliebe für natürliche Materialien passt perfekt zur Kollektion. So entstand eine Produktauswahl, bei der jedes einzelne Stück die sonnige Seele Indiens in sich trägt, seien es Kissenbezüge oder Taschen und Schalen aus geflochtenen Bananenfasern. «Für mich war es fantastisch, in einem Land wie Indien zu arbeiten und die Leute persönlich kennenzulernen», schwärmt Fager. Dass sie damit ausserdem den Frauen Indiens eine Perspektive bieten kann, freut sie ausserordentlich: «So kann ich diesen Leuten zu einer besseren Zukunft verhelfen. Der einzige Weg aus der Armut ist ein anständiger Job, und ich bin wirklich stolz, ein Teil dieses Projektes zu sein.»

Zwei lachende indische Handwerkerinnen

Indischen Spirit gefällig? KRYDDAD ist in allen IKEA Einkaufshäusern erhältlich.

Textilien der KRYDDAD Kollektion bei einem Holztisch mit frischen Früchten

Tags: Design IKEA Indien KRYDDAD Sozialpartnerschaft

Inter IKEA Systems B.V. 2018