Mit Nähe zum Erfolg

Mit Nähe zum Erfolg

Unermüdlich setzt sich Franziska Bründler für junge Schweizer Designer und den Zentralschweizer Produktionsstandort ein. Ihr Engagement gilt dort den sozialen Institutionen, die ihre unter dem Label «Fidea Design» vertriebenen Produkte mehrheitlich herstellen. Dank einem Werkbeitrag der Albert Koechlin Stiftung wird sie über die kommenden drei Jahre die Kollektion erweitern, jedes Jahr um drei Stück. Dabei setzt sie auf die bewährten Werkkooperationen und dank der Anschubfinanzierung auf noch mehr Mittel zugunsten der Designerinnen und Designer.

Fidea Design, Franziska Bründler, Albert Koechlin Stiftung.

«Fidea Design», das ist eine Herzensangelegenheit. Seit 2008 setzt sich die Gründerin Franziska Bründler ein, Produkte junger Designer in Sozialwerken herstellen zu lassen. Ein oft genug schwieriges Unterfangen, bewegt sie sich mit ihrem Geschäft nicht auf dem Massenmarkt sondern in der Nische. Die Nähe zu den Menschen und den Werkplätzen aber erklärt ihre Leidenschaft: «Ich bin jedes Mal aufs Neue fasziniert, wenn ich sehe, was die Menschen in den Institutionen leisten weil ihre unverkennbaren Produkte vielschichtige Qualitäten aufweisen», reflektiert sie. Mit den jungen Designerinnen und Designer zu arbeiten, schliesse den Prozess zur Win-Win-Situation – zumindest was Design, Entwicklung und Produktion anbelangt. Die Urheber musste Franziska Bründler bislang mit sogenannten «Royalties», den Lizenzgebühren, entschädigen. Ein Umstand, gegen den sie seit Beginn ihrer unternehmerischen Tätigkeit ankämpfte und nun in Form eines Werkbeitrags der Albert Koechlin Stiftung (AKS) Unterstützung erhält.

Als gemeinnützige Stiftung mit Sitz in Luzern engagiert sich die Institution in den Bereichen Soziales, Bildung, Kultur, Wirtschaft und Umwelt. Um in der Innerschweiz innovative Ideen und Bestrebungen zugunsten von Menschen mit besonderen Begabungen zu fördern, rief sie im Frühjahr 2016 einen Werk- und Förderbeitrag für den Schnittbereich «Wirtschaft und Soziales» aus. Ein Aufruf, dem die Unternehmerin Franziska Bründler folgte, reich an Erfahrungen, weil sie auf bald zehn Jahren «Fidea Design» zurückblicken kann.

Mann mit Schutzbrille: ein lachender Mitarbeiter des Züriwerk.

Letzten September dann die Auszeichnung: Aus 20 Bewerbungen wurde ihre Eingabe zur Umsetzung ausgewählt. Vom Ansatz ihres eingereichten Projektes zeigte sich die Fachjury begeistert, weil sie den Förderbeitrag von CHF 45’000 nicht für sich und ihre Organisation in Anspruch nahm, sondern als Investitionskapital für Projekte vorsah, die in erster Linie beiden zugute kommen: den Sozialwerken und den Designer/-innen. Der Kern ihres Projektes bleibt, wofür sie sich seit Jahren beruflich engagiert: Von jungen Schweizer Designerinnen und Designer Produkte und Accessoires gestalten zu lassen, um diese von Menschen in Sozialinstitutionen und -werkstätten herstellen zu lassen.Ein älterer Herr hantiert an einer Maschine.

Und anders als bisher gilt es diesmal nicht, die Ideen und Ansprüche der Designer sowie jene des Labels «Fidea Design» mit den Produktionsmöglichkeiten und Fähigkeiten der jeweiligen sozialen Institutionen zusammenzuführen. Die Werkbeiträge erlauben es, jedem Desinger für sein ausgewähltes Produkt CHF 4’000 zu bezahlen. Im Gegenzug aber müssen sie sich verpflichten, bei der Entwicklung des Produktes die Produktionsmöglichkeiten der Institutionen zu berücksichtigen und solange am Produkt zu arbeiten, bis dieses von einer Institution kostengerecht produziert werden kann. Die drei ersten neuen Produkte, die «Fidea Design» auf diese Weise ins Portefeuille nimmt, werden im August an der Ornaris in Bern präsentiert. Wir sind gespannt!

Einen Produktvorschlag einreichen:
Junge Designerinnen und Designer die ein Produkt zur Produktion vorschlagen wollen, finden auf der Webseite von Fidea Design die entsprechenden Unterlagen.

© by Alberto Venzago
Tags: Albert Koechlin Stiftung. Fidea Design Franziska Bründler

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