Fünf Mythen über den Schlaf

Fünf Mythen über den Schlaf

Erstmals erschienen in: Tages-Anzeiger – Montag, 19. Juni 2017

Über die Nachtruhe kursieren viele Bauernweisheiten und Faustregeln. Aber was ist wirklich dran an den Mythen rund um den Schlaf? Wir haben uns fünf weit verbreitete Vorurteile angesehen und sie ein für alle Mal geklärt.

Nackt schläft es sich besser
Das ist ein Irrtum. Mediziner empfehlen eine leichte Bekleidung, die die Bewegungen im Schlaf nicht einengt und den Körper zugleich vor dem Auskühlen schützt. Dazu muss man wissen: In der Phase des sogenannten REM-Schlafs ist die Temperaturregulation des Körpers abgeschaltet.

Beine, die in die Bettdecke gekuschelt sind

Schlaf kann man nachholen
Fehlender Schlaf führt zu Schläfrigkeit und Leistungseinschränkungen am Tag. Dies lässt sich nicht rückgängig machen. Allenfalls kann man ein über die Arbeitswoche angehäuftes Schlafdefizit durch einen längeren Schlaf am Wochenende wieder abbauen.

Bei offenem Fenster zu schlafen ist gesünder
Die Fenster nachts auf oder zu: Das ist für viele Menschen eine Glaubensfrage – auf die es, wie so oft, keine eindeutige Antwort gibt. Eine häufige Empfehlung lautet, dass die Temperatur im Schlafzimmer zwischen 16 und 18 Grad liegen sollte, man sollte weder schwitzen noch frieren. Doch ob das Fenster auf oder zu ist, kann individuell sein: Fenster zu für alle, die nicht von Lärm oder Pollen belästigt werden möchten. Schläft man gerne mit einer frischen Brise im Raum, dann Fenster auf.

Eine Frau schläft im Bett

Der Schlaf vor Mitternacht ist der erholsamste
Das lässt sich so allgemein nicht sagen. Es kommt weniger darauf an, wann man schläft, als welchen Schlafrhythmus man hat und wie tief man schläft. Die ersten eineinhalb Stunden nach dem Einschlafen sind Experten zufolge die erholsamsten, egal, ob vor oder nach Mitternacht.

Kaltluft hilft gegen Sekundenschlaf
Wer müde auf der Autobahn unterwegs ist, dreht gerne das Radio laut, das Fenster herunter oder die Klimaanlage auf kalt. Diese vermeintlichen Hilfsmittel sind aber ineffektiv. Wer müde ist, sollte an der Raststätte ein koffeinhaltiges Getränk einnehmen, dann circa eine halbe Stunde Nickerchen halten – und dann kann sie oder er noch ein, zwei Stunden fit und sicher nach Hause fahren.

Dieser Beitrag ist Teil der Serie “Wie man sich bettet…“. Alle Beiträge der Serie finden Sie hier.

Tags: bett erholung Healthy Sleeping Schlafen schlafstories

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